Dies und das

Solstitium

Morgen, am 22. Dezember, früh um 5:30 Uhr UTC[1] erreicht die Sonne den tiefsten Stand des Jahres über dem Horizont. Im Solstitium, der Wintersonnenwende, mit welcher der astronomische Nordwinter beginnt, steht die Sonne über dem südlichen Wendekreis, der größten Entfernung der Sonnenbahn vom Äquator. Gegenwärtig steht der Winterpunkt der Sonne im Sternbild Sagittarius, hinter dem sich, für den Betrachter auf der Erde, das Zentrum unserer Galaxie, der Milchstraße, befindet. Die Nächte werden auf der nördlichen Halbkugel wieder kürzer – und auf der südlichen, wo der astronomische Südsommer beginnt, länger. An den Äquinoktien, die auch zeitlich in der Mitte zwischen den Solstitien liegen, einmal im Frühling, einmal im Herbst, schneidet die Ekliptik den Himmelsäquator[2] und Tag und Nacht sind gleich lang. Bis dahin bleibt es noch länger dunkel als hell, jetzt aber immerhin wird es nach und nach länger hell… bis die Sonne im Solstitium im Sommer (am 21. Juni um 0:09 UTC) den maximalen Zenit erreicht.

1. 5:30 Uhr Weltzeit (Universal Time Coordinated, UTC), 5:39 Uhr wahrer Ortszeit in Paris, 5:57 Uhr Ortszeit in Düsseldorf, 6:24 Uhr Ortszeit in Berlin, 6:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ).
2. Als Ekliptik oder ekliptische Linie wird die scheinbare Bahn der Sonne um Erde bezeichnet. Der Himmelsäquator oder äquatoriale Ebene ist die gedachte Verlängerung des Erdäquators in den die Erde umgebenden Himmel.

21. Dezember 2011 von Kai Yves Linden
Kategorien: Dies und das | Schlagwörter: | Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar