Dies und das

Pollenstaub

Selbecke Über Ostern waren alle vier meiner kleinen Familie zu Besuch bei einem befreundeten Paar, das ein kleines Haus im Sauerland hat. Einen solch ungewöhnlich warmen und trockenen Frühling hat es in jenen Breiten lange nicht gegeben. Ein kühler Ostwind milderte die Wärme des Sonnenlichts etwas ab, und so waren unsere Wanderungen nicht nur beschaulich, sondern auch erfrischend. In den meisten Dörfern musste das Osterfeuer ausbleiben, weil der Funkenflug Waldbrände hätte auslösen können. Durch die Trockenheit begünstigt stiegen aus den Fichtenwäldern immer wieder große Schwaden von Pollenstaub hervor, die manchmal an übergroße Wasserfontänen, manchmal an Rauchschwaden erinnerten. Die Luft war überall und durch und durch von gelbgrünen Fichtenpollen geschwängert. Der Pollenstaub verstärkte die Wirkung des Dunstes, so dass entferntere Anhöhen ganz in einem milchigen Nebel verschwanden.

26. April 2011 von Kai Yves Linden
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