Fotogalerien

Ölgangsinsel

Ölgangsinsel Das Naturschutzgebiet Ölgangsinsel umfasst das Gebiet einer einstigen Insel des Rheins und eines verlandeten Nebenarms, der nur noch bei Hochwasser durchflutet wird. Es liegt zwischen dem Düsseldorfer Stadtteil Heerdt, den Häfen von Düsseldorf und Neuss und der Hammer Eisenbahnbrücke, von deren Neusser Seite aus es zu Fuß erreichbar ist. Die heutige Halbinsel erscheint wie ein Rest natürlicher Flusslandschaft, wurde jedoch lange als Forst für die Nutzung von Pappelholz bewirtschaftet, bevor sie 1977 als Schutzgebiet ausgewiesen wurde. Seitdem wird die Entwicklung der Vegetation der natürlichen Sukzession überlassen.

Die Lage der Halbinsel zwischen Industrie und an den Fluss grenzenden Stadtteilen verleiht ihr einen hybriden Charme. Aus der Luft ist zu sehen, dass unmittelbar hinter der Uferböschung des Altarms reihenweise Neuwagen stehen, die von der Rheinschifffahrt in den Neusser Hafen transportiert werden. Das Ufer aus Sand und Kiesel entlang des Rheins endet an der Hafeneinfahrt.

Initiativen, das Gebiet zu renaturieren, indem der Altarm ausgegraben wird, damit es wieder zur Insel wird, sind bis heute ergebnislos geblieben. So bleibt das Gebiet bis auf Weiteres noch für gelegentliche Spaziergänger, sowie für Angler am Rheinufer zugänglich. Es versteht sich von selbst Rücksicht auf Flora und Fauna zu nehmen. Im Frühling sollen hier Graureiher in einer arttypischen Horstkolonie, im Frühsommer Pirole brüten. Aale, die der Halbinsel einmal ihren Namen gegeben haben, sind hier vielleicht wieder zu finden, werden aber nicht mehr gefangen. Auch die Bäume erfreuen das Auge. An einem schönen Herbsttag leuchtet das Laub vielfarbig.

An einem solchen Tag habe ich mir die Halbinsel im vergangenen Herbst einmal (mit meinen Augen und mit der Kamera) angeschaut. (Zur Fotogalerie→)

14. April 2019 von Kai Yves Linden
Kategorien: Fotogalerien | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar